Veranstaltung: | Landesschüler*innenparlament |
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Antragsteller*in: | GHS Wedel |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 20.03.2025, 23:12 |
A23: Verbindliche Nutzung geschlechtergerechter Sprache in der Landesschüler*innenvertretung
Antragstext
Das Landesschülerinnenparlament möge beschließen, dass in allen offiziellen
Dokumenten, Beschlüssen, Veröffentlichungen und der internen sowie externen
Kommunikation der Landesschülerinnenvertretung eine geschlechtergerechte Sprache
verwendet wird. Dies umfasst insbesondere:
1. Die konsequente Nutzung gendergerechter Schreibweisen, wie beispielsweise den
Genderstern (*) oder andere inklusive Formen.
2. Die Anpassung bestehender Dokumente und Ordnungen, um geschlechtergerechte
Formulierungen einzuführen.
3. Die Sensibilisierung der Mitglieder der Landesschüler*innenvertretung für die
Bedeutung von geschlechtergerechter Sprache durch Workshops oder
Informationsmaterialien.
4. Gerade bei repräsentativen Aufgaben wie z.B. Interviews, Pressemitteilungen,
Stellungnahmen etc. sensible gendergerechte Sprache zu nutzen.
Beschlussvorlage:
Das Landesschüler*innenparlament beschließt die verbindliche Nutzung
geschlechtergerechter Sprache in allen offiziellen Texten und
Kommunikationsmitteln der Landesschülerinnenvertretung und beauftragt den
Vorstand, eine entsprechende Umsetzung sicherzustellen.
Begründung
Sprache formt unser Denken und beeinflusst, welche Personengruppen sichtbar und repräsentiert werden. Eine geschlechtergerechte Sprache trägt dazu bei, niemanden auszuschließen und Chancengleichheit zu fördern. Insbesondere als Landesschüler*innenvertretung sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und für eine inklusive und diskriminierungsfreie Sprache eintreten.
Ausführlich:
Gendergerechte Sprache ist ein zentrales Instrument zur Förderung von Gleichberechtigung und Inklusion in unserer Gesellschaft. Sprache beeinflusst unser Denken und unsere Wahrnehmung – wenn wir in unseren Formulierungen ausschließlich das generische Maskulinum verwenden, bleiben Frauen, nicht-binäre und intergeschlechtliche Personen unsichtbar. Dies verstärkt bestehende Ungleichheiten und vermittelt das Bild, dass nur Männer die „Norm“ darstellen.
Durch gendergerechte Sprache werden alle Geschlechter sprachlich einbezogen, was zu einer gerechteren Repräsentation führt. Besonders im schulischen Kontext ist dies von großer Bedeutung, da Schulen ein Ort der Wertevermittlung sind. Indem wir bewusst geschlechtergerechte Begriffe verwenden, tragen wir dazu bei, ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrem Geschlecht angesprochen und respektiert fühlen.
Darüber hinaus gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass geschlechtergerechte Sprache das Bewusstsein für Vielfalt und Gleichberechtigung stärkt. Studien zeigen, dass Menschen, die mit gendergerechter Sprache konfrontiert werden, Berufe und gesellschaftliche Rollen automatisch weniger stark mit nur einem Geschlecht assoziieren. Dies kann dazu beitragen, stereotype Geschlechterrollen aufzubrechen und langfristig für mehr Chancengleichheit zu sorgen.
In der Landesschüler*innenvertretung sollte es unser Anspruch sein, eine Sprache zu verwenden, die niemanden ausschließt und für eine gerechte Gesellschaft steht. Daher ist es wichtig, dass wir in allen offiziellen Dokumenten, Beschlüssen und öffentlichen Mitteilungen geschlechtergerechte Formulierungen nutzen.